Aufbau des Medienstudiums

Studienprogramm Medien und öffentliche Kommunikation:
Journalismus, Internet, Öffentlichkeitsarbeit

Die Modularisierung ermöglicht es, sich in drei Richtungen zu spezialisieren:
1.  Vorbereitung auf ein Volontariat mit dem Berufsziel Journalismus
2.  Qualifizierung für das Web2.0 um das Internet gezielt für kirchliche Belange
einzusetzen.

3.  Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Es gibt ein gemeinsames Modul für alle Einsteiger, das noch offen lässt, für welchen Schwerpunkt man sich entscheidet.

Modul für alle Einsteiger

Summe der Stunden

Journalistische Berufsfelder

12x 45 Min

Reportagewerkstatt

12x 45 Min

Hörfunkwerkstatt

12×45 Min

Praktikum

160×60 Min

2 Gruppen -Tutorien

6×45 Min

202 Std

Aufbau der einzelnen Module:

Vorbereitung auf ein Volontariat            Internet                         Öffentlichkeitsarbeit

Internetwerkst.           22×45
10 externe Kurstage   80×60 2 Blockver.                18×45 8 Beiträge + Tutorien  32×60 2 Gruppentutorien        6×45 Essay als Abschluß  10×60

168 Std.

Internetwerkst.            22×45
2 Blockver.                 12×45
12 Beiträge im Internet 18×60
Moderat.Chat              15×60
Betreuung Forum        10×60
6 ext. Kurstage           48×60
Mitarbeit b. Aufbau ein. (kleinen) Community   40×60
Abschlussarb               8×60

173 Std.

Internetwerkst.           22×45
2 Blockveranst.          12×45
Internetkurs
Marketing                  44×45
4 Kurstage                32×60
Entwicklung
Öff.-Aktion                 30×60
2 Werbebriefe              6×60
2 Flyer                        8×60
2 Slogans incl. Test    16×60

172 Std.

Die Bausteine im Einzelnen:

Einsteiger-Modul:

Die Veranstaltungen werden jeweils im März und November angeboten. Die Blockveranstaltungen führen in die Berufsfelder der Medien ein und trainieren das Schreiben für ein Printmedium bzw. die Produktion eines Hörfunkbeitrags. Das bereitet unmittelbar auf ein Praktikum vor, weil man leichter einen Praktikumsplatz erhält, wenn man schon einmal etwas geschrieben, bzw. oder für eine Sen-dung produziert hat.

Das Praktikum ist nicht nur für das Aufbaumodul Journalismus wichtig, sondern auch für das Aufbaumodul “Internet”, denn in einer Lokalredaktion lernt man die redaktionellen Abläufe am besten kennen und praktiziert das Schreiben bzw. das Produzieren für einen Hörfunksendung. Wer das Auf-baumodul “Öffentlichkeitsarbeit” wählt, sollte das Praktikum in einer Agentur für Werbung bzw. Öf-fentlichkeitsarbeit machen, weil hier Kampagnen geplant und umgesetzt werden.

Aufbaumodul “Journalismus”

Da das Volontariat in Deutschland den Zugang zu einer journalistischen Berufspraxis eröffnet, führt das Aufbaumodul 1 zu einer erfolgreichen Bewerbung für einen Volontariatsplatz. Das Praktikum im Einstiegsmodul muss daher in einer Lokalredaktion und nicht in einer Presseabteilung gemacht wer-den, weil nur in einer Lokalredaktion die Möglichkeit besteht, den journalistischen Kreislauf kennen-zulernen: Ereignis beobachten, Bericht schreiben, den Beitrag auf den zur verfügenden stehenden Raum abstimmen, den Beitrag auf einer Zeitungsseite oder in einem Hörfunkprogramm wiederfinden, die Reaktionen der Leser, Hörer kennenlernen. Es wird empfohlen, sich bei der Lokalredaktion am Heimatort zu bewerben. Später kann man, meist ohne Schwierigkeiten, an Wochenenden als freier Mitarbeiter seine journalistische Kompetenz weiter entwickeln und sich das Geld für die Ausbildung verdienen. So kommt man zu mindestens 8 Beiträgen, die in Zeitungen, Hörfunk oder Fernsehen ver-öffentlicht sein müssen. Diese werden in den Gruppen- und Einzeltutorien durchgesprochen. Diese Beiträge werden bei der Bewerbung für einen Volontariatsplatz vorgelegt. Die Internetwerkstatt gehört deshalb auch in das Modul “Journalismus”, weil die Nutzung von Zeitung und Fernsehen sich zuneh-mend ins Internet verlagert und neue Formen der Leser- bzw. Zuschauerbeteiligung für die traditio-nellen Medien unentbehrlich werden. Die 10 externen Kurstage sollen den Kontakt zu anderen er-möglichen, die ebenfalls eine Tätigkeit in den Medien anstreben und zu einer besseren Kenntnis der journalistischen Arbeitsfelder führen. In Frage kommen Fortbildungseinrichtungen der Presse, der beiden Kirchen sowie der Politischen Akademien u.a. Mit dem Hintergrund, den man sich durch die berufsqualifizierenden Kurse erarbeitet, kann man sich in einem Bewerbungsgespräch überzeugen-der darstellen.

Die beiden Blockveranstaltungen werden jeweils im Sommersemester aneboten. Hier werden medienübergreifend Fragen zur Darstellung des Religiösen aufgegriffen.

Die Abschlussarbeit soll mit der Form des Essays vertraut machen, indem ein Thema im Zusammenhang von Religion und Medien gründlicher als in einem Dreispalter dargestellt wird.

Internet

Das Aufbaumodul zielt auf den Einsatz interaktiver Formen des Internets, die für die kirchliche Seel-sorge und Verbandsarbeit immer entscheidender werden. Das Internet entwickelt sich von einer An-schlagtafel zu einer Kommunikationsplattform für Communities. Es wird daher verlangt, dass am Auf-bau einer, auch kleinen, Community mitgearbeitet wird. Dazu gibt es verschiedene Einstiegsmöglich-keiten. Der Zugang zu einem solchen Projekt wird vermittelt. Weiter werden konkrete Erfahrungen mit Foren und Chats ermöglicht.

Da es inzwischen ein differenziertes Kursangebot auch für das Internet gibt, werden 6 Kurstage ver-langt, die bei journalistischen Fortbildungseinrichtungen gebucht werden können. Weiter wird das Schreiben und Gestalten von Beiträgen trainiert, damit man nicht von der Zuarbeit anderer abhängig ist, um eine Internetseite aktuell zu halten.

Die beiden Blockveranstaltungen werden jeweils im Sommersemester angeboten. Hier werden medienübergreifend Fragen zur Darstellung des Religiösen aufgegriffen.

Die Abschlussarbeit soll in Essayform die Kommunikation im Web2.0 reflektieren und kann die Erfah-rungen bei Chats, Foren, Communities aufarbeiten.

Öffentlichkeitsarbeit

Dieses Programm qualifiziert nicht nur für Presse-PR, sondern für die systematische Entwicklung ei-nes Konzeptes für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Grundkenntnisse werden über ein Internet-Lernprogramm vermittelt und durch die Entwicklung eines Öffentlichkeitskonzeptes für ein konkretes Projekt umgesetzt. Weitere 4 Kurstage sollen für einen Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit bzw. der Werbung gewählt werden. Das Schreiben von Werbebriefen, Texten für einen Flyer und die systema-tische Entwicklung eines Slogans werden vermittelt und anhand von Checklisten trainiert. Die Inter-netwerkstatt ist für dieses Aufbauprogramm deshalb wichtig, weil dort gezeigt wird, wie man zu einem höheren Ranking bei Google kommt und wie Werbung im Internet funktioniert. Der gekonnte Einsatz des Internets macht die Öffentlichkeitsarbeit effektiver und wesentlich kostengünstiger. Es wird keine eigene Abschlussarbeit verlangt, da dafür das zu entwickelnde Öffentlichkeitskonzept steht. Wer sei-nen Schwerpunkt bei der Pressearbeit sieht, sollte zusätzlich ein Pressepraktikum machen. Denn der Erfolg einer PR-Aktion hängt von der Kooperation mit der Presse ab, nämlich dass man von Journali-sten als Kollege, Kollegin akzeptiert wird. Das verpflichtende Praktikum im Einsteigermodul muss bei einer Agentur absolviert werden, denn hier werden Werbe- bzw. PR-Kampagnen entwickelt. Ein Praktikum in einer Pressestelle oder PR-Abteilung eines Unternehmens ist sinnvoll, reicht aber nicht aus.

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